Traditionsspiel Roulette – wie kann man Tische selbst bauen?

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Roulette zählt zu den ältesten Casinospielen, die heute noch bekannt und in jedem Spielhaus zu finden sind. Die Geschichte des Klassikers ist bis heute nicht vollständig geklärt. Anzunehmen ist, dass das Rad der Fortuna dazu inspirierte. Die Schicksals- und Glücksgötter der alten Griechen drehten der Legende nach an einem Rad, das den Aufstieg und Fall des jeweiligen Königs darstellte. Auf vielen Abbildungen trägt Fortuna eine Augenbinde, was den Zufall darstellen soll. Und genau darum geht es auch im Roulette – die Kugel bleibt zufällig auf einem Feld liegen und entscheidet damit über Gewinn oder Verlust. Anzunehmen ist, dass sich Roulette im 17. Jahrhundert in Frankreich entwickelte. Im darauffolgenden Jahrhundert war Glückspiel in vielen europäischen Ländern sogar offiziell verboten. Heute findet man in fast jeder Stadt ein Spielhaus vor. Außerdem gibt es dank Internet die Möglichkeit, Roulette rund um die Uhr zu spielen ohne sich an die Öffnungszeiten halten zu müssen. Dennoch bevorzugen manche den traditionellen Tisch, den man sich auch selbst bauen kann.

Wie spielt man Europäisches Roulette?

Um sich einen Roulettetisch selbst zusammenbauen zu können, sollte man natürlich die wichtigsten Spielregeln der europäischen Variante kennen. Heute gilt Europäisches Roulette als Standardvariante und wird von den meisten Casinos angeboten. Egal ob mondäne Spielbank oder online Casinos, fast alle haben dieses Spiel in ihrem Programm. Der Tisch besteht aus einem Kessel mit 37 Zahlenfeldern. Dabei kommen die Zahlen 1-36 vor, wobei die Ziffern rot oder schwarz hinterlegt sind. Dazu kommt noch eine Null in grüner Farbe. Neueinsteiger wählen gerne eine einfache Wette, dazu zählen folgende Varianten:

  • Auf eine Farbe setzen – rot oder schwarz
  • Gerade oder ungerade Zahlen
  • Erste oder zweite Hälfte (1-17 oder 18-36)

Zu den einfachen Wettarten zählt auch das Setzen auf eine ganz bestimmte Zahl. Hat man dabei Glück, ist die Quote natürlich viel höher, als wenn man nur auf die Farbe wettet. Darüber hinaus weist das Spielfeld auch ein bestimmtes Raster auf – man kann auf Teile dieses Rasters ebenso setzen.

Herzstück des Roulettes – der Kessel

rouletteDer heikle Punkt beim Europäischen Roulette ist ohne Zweifel der Kessel. Diesen selbst zusammenzubauen erfordert einiges an handwerklichem Geschick und technischem Know-How. Schließlich soll die Kugel sich darin neutral bewegen, damit das Spiel fair und sicher ablaugen kann. Eine Roulettemaschine, wie man sie in renommierten Casinos findet, besteht aus mehr als 300 Teilen. Präzision ist beim Bau des Kessels ein absolutes Muss. Immerhin darf keine Unebenheit den Lauf der Kugel beeinflussen. Kernstück der Roulettemaschine ist der Zylinder. Bei professionellen Casinos hat der Zylinder ein Gewicht von 20 Kilo und einen Durchmesser von 50 Zentimetern. In diesen Zylinder wird die Drehscheibe eingelassen. Typischerweise ist der Kessel aus Mahagoni- oder Ebenholz gefertigt. Der obere Rand des Kessels ist gewölbt, sodass die Kugel sicher in ihrer Bahn gehalten wird und nicht über den Rad fliegen kann. Wer einen Roulettetisch selbst bauen möchte, entscheidet sich manchmal für einen Kunststoffkessel. Diese Modelle verlieren zwar einiges an ihrem ursprünglichen Charme, sind aber deutlich kostengünstiger. Noch dazu sind in den klassischen Roulettetisch Rhomben eingelassen. Diese Metallteile sollen für noch mehr Zufall sorgen, da sie dem Lauf der Kugel immer wieder unvorhersehbare Wendungen geben.

Kugel und Jetons, die wichtigen Accessoires

Die Kugel kann man natürlich nicht selbst zusammenbauen, sie besteht traditionell aus Elfenbein. Zur Zeit der Erfindung des Roulettes galt dieses Material als eines der kostbarsten weltweit. Die heute verwendeten Kugeln sind meistens aus Ivorene (einer Plastikart) gefertigt. Auch Teflon kommt zum Einsatz. Gehalten haben sich über die Jahrhunderte die Maße: Eine Roulettekugel hat einen Durchmesser von 18 bis 21 Zentimetern und ist ungefähr 6 Gramm schwer. Noch dazu benötigt man für den selbst zusammengebauten Roulettetisch Jetons in verschiedenen Werten. Diese kann man bei vielen Anbietern im Internet bestellen. Wer alles selbst mache möchte, kann aus hartem Karton runde Münzen ausschneiden und diese in unterschiedlichen Farben bemalen und mit Werten versehen.

Das Tableau

Mit etwas künstlerischem Geschick kann sich jeder ein Tableau selbst anfertigen. Dabei handelt es sich um das Feld mit Nummern in natürlicher Reihenfolge. Beim klassischen Tableau malt man drei Spalten und 13 Zeilen auf. In roter Farbe sind folgende Zahlen gehalten: 1, 3, 5, 7, 9, 12, 14, 16, 18, 19, 21, 23, 25, 27, 30, 32, 34, 36, die anderen Zahlen jeweils in schwarz. Oben am Tableau sitzt die grün geschriebene Null. Neben dem Zahlenfeld gibt es drei weitere, gleich große Felder. Im obersten Bereich hat man die Möglichkeit, auf die erste (manque) oder zweite Zahlenhälfte (passe) zu setzen. Darunter gibt es die Felder gerade (pair) und ungerade (impair) und ganz unten rot oder schwarz. Außerdem besteht die Möglichkeit, auf Zahlenreihen zu setzen. Für ein Tableau kann man verschiedene Materialien verwenden, wichtig ist dass sie gut zu bedrucken oder zu bemalen sind.